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”...we believe sunken cantons and peopled reefs will become as commonplace on the Continental Shelf as oil drilling towers have in recent decades. The Diving Saucer's proof that submarine vessels can be operated from submarine bases will lead to undersea ports for the largest nuclear undersea ships. Scientific and industrial applications of the Conshelf programme will multiply without costing anywhere near the assault on outer space. Probably the oil industry will be first to adopt manned seafloor stations for exploration and drilling. “

Jacques Cousteau


Das Project Submarine Base ist ein Open Source Projekt, an welchem sich jeder beteiligen kann, der technisches Wissen mitbringt, kreative Ideen einfließen lassen möchte, Kenntnis über Verwendung und Beschaffung notwendiger Materialien hat oder einfach nur interessiert ist.

Die Absicht dieses Projektes ist, eine realistische Umgebung zu entwickeln, die es am Ende ermöglicht, längere Zeit unter bestmöglichen Bedingungen am Meeresboden zu verbringen. Der tatsächliche Bau der Anlage ist dabei das Hauptziel.

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Als Inspiration und Referenz steht unser Habitat-Archiv zur Verfügung


"Warum in aller Welt leben wir eigentlich immer noch nicht am Grunde der Ozeane?"

George Colin


Einleitung

Man kann 2 Arten von Unterwasser-Habitats unterscheiden. Die einfachere Variante ist die offene Station, die sich in einer Tiefe von bis zu 30 metern befindet. Der Innenraum der Anlage steht unter Umgebungsdruck (dem Außendruck angepaßt, 'ambient pressure') und kann von Pressluft-Tauchern erreicht werden. Eine Schleuse zur Druckanpassung ist nicht notwendig. Die Aquanauten sind mit Stickstoff gesättigt, was bedeutet, daß sie am Ende des Aufenthaltes dementsprechend lange dekomprimieren müssen, um keinen Dekompressions-Unfall zu erleiden. In der amerikanischen Aquarius-Station wird die Dekompression innerhalb der Station durchgeführt. Der Eingang wird dabei verschlossen und der Innendruck wird langsam auf 1 bar reduziert. Wenn dies geschehen ist, wird der Innenraum kurzzeitig wieder auf Umgebungsdruck gebracht (entspricht einem normalen Tauchgang). Der Einstieg wird geöffnet und man kann ohne langwierige Dekostops an die Wasseroberfläche.

Die weitaus schwierigere Art wäre eine geschlossene Station. Hier steht der Innenraum unter einem Druck von 1 bar (wie Meereshöhe). Betreten wird die Anlage durch eine Schleuse: Der Taucher steigt ein, schließt hinter sich die Luke und reduziert den Umgebungsdruck auf den Innenraumdruck. Wenn dies geschehen ist, öffnet er die eigentliche Tür zur Station und kann sich dort nun frei bewegen. Bei einer Anlage bis zu einer Tiefe von 40 metern, können die Taucher mit normaler Pressluft antauchen und am Ende der Mission wieder auftauchen, ohne lange Dekompressionspausen einlegen zu müssen. Befindet sich die Basis tiefer als 40 meter, so ist es ein Erreichen der Anlage nur mit Mischgasen möglich. Oder aber, man benutzt dementsprechende Shuttles wie Jaques Cousteau sie schon 1963 ausprobierte und wie sie Hawkes Enterprises schon länger baut.

Für die erste Variante gibt es viele Beispiele. So werden oftmals ausrangierte Gas-Tanks mit großen Gewichten versehen und versenkt. Sie dienen dann als Attraktion für Tauchclubs und als Orte für diskrete Stammtische.

Operierende und geplante Unterwasser-Hotels sind meist im Flachwasser bis 40 meter angesiedelt. Die einzige uns bekannte Basis, die sich in größerer Tiefe bafand war Sealab III auf 185 metern. Das Projekt wurde eingestellt, als ein Taucher aufgrund eines Fehlers in seinem Tauchgerät bei Reparatur-Arbeiten an der Außenseite ums Leben kam.

Für dieses Projekt stellt sich nun die Frage, ob man ein weiteres Mal eine Flachwasser-Basis plant oder ob man nicht das Potential des Internets dazu benutzt, eine Konzept für eine Basis zu entwerfen, welche an den meisten Orten des Kontinentalshelfs (die den Kontinenten vorgelagerten Ebenen, generell bis 200 meter tief) eingesetzt werden kann.


Ich maße mir nicht an, zu behaupten, ich hätte den Grund des Meeres besucht ... und es ist auch in jenen kalten Teilen Europas eine große Seltenheit, überhaupt einen Mann zu treffen, der zugleich die Kühnheit, die Möglichkeit, die Gelegenheit und die Fähigkeit gehabt hat, in jenes verborgenen und gefährliche Reich der Natur einzudringen, geschweige denn, sich dort aufzuhalten....

Robert Boyle, Relations About the Bottom of the Sea, 1671


Das Jacques Cousteau-Prinzip

Die Geschichte von Basen unter der Wasseroberfläche beginnt in den 60'er Jahren. Jacques Cousteau baute mit 'Conshelf 2' ein sogannantes Unterwasser-Dorf, welches weit entfernt war von einem wirklichen Dorf, da es aus mehreren Container-artigen Gebäuden bestand.

Der Hintergrund jedoch ist wesentlich faszinierender. Öl-Konzerne unterstützten das Vorhaben, da man beabsichtigte, in naher Zukunft zwecks Öl-Förderung Menschen am Boden der Ozeane zu stationieren. Interessant ist dabei, dass es Jacques Cousteau perfekt verstand, sein Projekt ins rechte Licht zu rücken. Die Taucher trugen silberne Anzüge mit futuristischen Rucksäcken und Helmen und würden sich in UFO-ahnlichen Shuttles bewegen. Man hatte das Gefühl, die Station wäre am Boden der blauen Tiefe aufgebaut, tatsächlich befand sie sich in einer übersichtichen Tiefe von 12 metern. Die 'Aquanauten' spielten Schach, während Fische am Fenster vorbeischwammen, die wiederum vom Stations-Papageien beobachtet wurden (ein Vogel in einer UW-Basis steht für die Schaffung eines wirklichen 'Habitats', eines künstliche Lebensraumes).

Durch diese kleinen Illusionen baute er eine unglaubliche Faszination zum Leben unter Wasser auf, die später nicht mehr übertroffen wurde. Durch das Fehlen ausgereifter Aufnahme-Techniken hatten die Menschen bis dahin ohnehin nur wenige Einblicke in die marine Welt bekommen, was die Popularität natürlich erst möglich machte, sich am Ende jedoch dem 'richtigen in-Szene-setzen' unterordnete.

Als die Industrie sich umorientierte, folgten weniger dramatische jedoch technisch ausgereiftere Stationen in Form versenkter Gastanks, die Popularität nahm schlagartig ab. Interessanterweise bauten mehrere private Tauchclubs in den Niederlanden, Belgien und Deutschland ähnliche Stationen, die aufgrund fehlender Promotion jedoch nie Erwähnung fanden.


Hier gibt's eine Stichwortliste über alle bisherigen Themen (10.07.2007)

 
 
 

 

 
 

 


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